Zitat der Woche (Friedensratschlag)
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Zitate der Woche (87 bis 91)

Juli 2005 bis Oktober 2005

Zitat Nr. 91: 3. November 2005

"Jeder sollte Israel kritisieren"

Auszüge aus einem taz-Interview mit Gideon Levy*

taz: Herr Levy, in seinen letzten Jahren erklärte Israel Jassir Arafat zum größten Hindernis für den Frieden. Jetzt ist er seit fast einem Jahr tot - und neue Verhandlungen sind immer noch nicht in Sicht. Warum?

Gideon Levy: Weil Ariel Scharon nicht an Verhandlungen glaubt - so, wie er überhaupt nicht an Frieden mit den Arabern glaubt. Er vertraut ihnen nicht.

(...)

Stellt die Hamas denn keine Bedrohung für Israel dar?

Sie wäre überhaupt keine Bedrohung, wenn Israel die palästinensischen Autonomiebehörden in die Lage versetzte, wirklich zu regieren und ihren Leuten ein paar Fortschritte vorzuweisen. Aber Abbas ist ein General ohne Soldaten. Es gibt keine Polizeistation und keinen Streifenwagen, die nicht von der israelischen Armee angegriffen wurden. Wir haben jegliches Symbol der Hoffnung und der Souveränität zerstört. Und jetzt sagen wir, er soll wirkungsvoll gegen den Terror vorgehen? Solange die Situation so hoffnungslos ist wie zurzeit, werden radikale Gruppen weiterhin Zulauf finden. Wenn wir die Hamas bekämpfen wollen, dann sollten wir das nicht mit Hubschraubern und Kampfflugzeugen tun, sondern indem wir das Leben der Palästinenser verbessern.

In jüdischen Gemeinden Europas grassiert, aufgrund des Nahostkonflikts, die Angst vor einem neuen Antisemitismus. Ist die Angst berechtigt?

Sie ist ein Produkt von ehrlicher Paranoia und einem großen Anteil Manipulation. Paranoia zu haben, bedeutet nicht, dass man keine Feinde hat. Aber indem man sich selbst ausschließlich zum Opfer erklärt, entlässt man sich aus jeder Verantwortung. Die späte Golda Meir hat das einmal auf die Spitze getrieben als sie sagte, nach dem Holocaust hätten die Juden das Recht zu tun, was immer sie wollten. Das ist natürlich eine extreme Aussage. Aber ich fürchte, viele Juden und Israelis denken so, auch wenn sie es vielleicht nicht sagen würden. Ich kann das nicht akzeptieren.

Und was soll "Manipulation" sein?

Natürlich sind auch viele Israelis zu Opfern des Konflikts geworden. Das bedeutet aber nicht, dass Israel diese Tatsache nicht in zynischer Weise zu eigenen Zwecken benutzt. Die Agonie und das Leid der Palästinenser kommen in den israelischen Medien so gut wie gar nicht vor. Nur indem man die andere Seite ausblendet, kann man sich der Welt als Opfer präsentieren. Israel ist heute ein viel rassistischeres Land als irgendein Land in Europa. Ein Araber in Israel zu sein, ist mit mehr Nachteilen und Diskriminierungen verbunden, als irgendwo auf der Welt ein Jude zu sein. Es ist überhaupt nicht damit zu vergleichen!

(...)

In Deutschland wird Israels Standpunkt offenbar besser verstanden.

Deutschland ist ein besonderer Fall. Aber ich gehöre zu denen, die meinen, dass jeder Deutsche das Recht hat, Israel zu kritisieren. Mehr noch: Jeder, der sich als echter Freund Israels versteht, sollte Israel kritisieren.

Auch in den USA versteht man Israel gut. Als nach dem Gaza-Abzug dort Synagogen brannten, kritisierte George Bush dies als Beispiel für einen neuen Antisemitismus.

Das ist doch lächerlich. Bush sollte sich einmal anschauen, was Israel nach 1948 mit über 400 Moscheen auf seinem Gebiet gemacht hat. Manche wurden zu Restaurants oder Nachtclubs umgewandelt, andere zu Müllhalden. Es war doch klar, dass die Gebäude nach dem Abzug zerstört werden würden. Wir hätten sie ja fast selbst zerstört, der Oberste Gerichtshof hat das unterstützt. Also, warum sollten wir uns beklagen? Das ist doch absurd. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass Bush wirklich an Frieden im Nahen Osten interessiert ist.

Ist Druck von außen unabdingbar?

Frieden im Nahen Osten ist nur möglich durch äußeren Druck. Oder durch noch mehr Blutvergießen.

(...)

Hilft die Mauer gegen den Terror?

In gewisser Weise, ja. Aber sie wird nie völlige Sicherheit bieten, und auf der anderen Seite führt sie zu noch mehr Hass und Verbitterung.

Ist sie nicht ein Zeichen dafür, dass Israel in Zukunft gewillt ist, eine Grenze zu ziehen und auf Gebietsansprüche zu verzichten?

Was machen dann 200.000 Siedler jenseits dieser Grenze? Sie werden weiterhin von der Armee beschützt und bekommen öffentliche Gelder. Sie werden nicht ausgeschlossen. Es wird nur schwieriger, sie zu beschützen.

Mauern sich die Israelis damit nicht selbst ein?

Das stimmt vielleicht auf eine philosophische Art und Weise. Aber Israel befindet sich ohnehin in einer Art Ghetto, ob mit oder ohne Mauer. Solange die Besatzung andauert, wird es ein Ghetto sein. Schauen Sie, eine Mauer hat zwei Funktionen: Man fühlt sich dadurch sicherer, und vielleicht ist man das auch. Und zweitens: Man sieht den anderen nicht, wenn die Mauer nur hoch genug ist. Das ist der Trend in Israel: Nicht sehen wollen. Dieser Traum, die Palästinenser einfach nicht mehr zu sehen, als ob sie nicht existieren würden.

Sie sind öfter in Gaza unterwegs. Wie stellt sich die Lage dort nach dem Abzug der israelischen Armee dar?

Schlecht wie immer, nichts hat sich grundlegend verändert. Die Tatsache, dass die Wächter nun das Gefängnis verlassen haben und sich um das Gefängnis gruppieren, macht für die Gefangenen keinen großen Unterschied. Gut, das Gefängnis ist jetzt größer.

War der Abzug nicht richtig?

Doch. Aber die Frage ist nicht, ob wir uns hätten zurückziehen sollen oder nicht. Die Frage ist, ob wir die Palästinenser jetzt in die Lage versetzen, dort etwas aufzubauen. Wir lassen sie nicht ihren Hafen öffnen oder ihren Flughafen in Betrieb nehmen, wir schränken ihre Bewegungsfreiheit ein und lassen sie nicht ins Westjordanland. Das ist der Fehler. Wir sollten ihnen die Freiheit geben, zu tun, was sie wollen.

Wie, glauben Sie, wird die Landkarte in zwanzig, dreißig Jahren aussehen?

Nach einem Friedensschluss werden wir zu den Grenzen von 1967 zurückkehren. Wir werden endlich dort angekommen sein, wo wir schon längst sein sollten.

* Gideon Levy ist der renommierte Chefredakteur der Wochenendbeilage von "Ha'aretz" und einer der wenigen Journalisten Israels, die sich sehr gut in den Palästinensergebieten auskennen.

Aus: taz vom 1.11.2005 (Interview: Daniel Bax)

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Zitat Nr. 90: 4. September 2005

DO YOU KNOW WHAT IT MEANS TO MISS NEW ORLEANS

Louis Alter / Eddie DeLange

Do you know what it means to miss New Orleans
And miss it each night and day
I know I'm not wrong, the feeling's getting stronger
The longer I stay away

Miss the moss-covered vines, tall sugar pines
Where mockingbirds used to sing
I'd love to see that old lazy Mississippi
Hurrying into Spring

The moonlight on the bayou
A Creole tune that fills the air
I dream about magnolias in bloom
And I'm wishin I was there

Do you know what it means to miss New Orleans
When that's where you left your heart
And there's one thing more, I miss the one I care for
More than I miss New Orleans

Dieser Song wurde 1946 für den Film "New Orleans" geschrieben. Interpretiert worden ist er seither von:
Louis Armstrong (1947), Billie Holiday (1947), Eddie Condon (1951), Fats Domino (1958), Jonah Jones (1958), Pete Fountain (1959), Ricky Nelson (1960), Al Hirt (1962), Dardanelle (1985), Alliance Hall Dixieland Band (1988), Harry Connick Jr. (1988), Alison Krauss (1989), Yoshio Toyama & Don Sutton (1994), Martin Taylor & Chet Atkins (1995), Tara Darnell (1996), Janet Carroll (2000), Manhattan Transfer (2000), Suede (2001), Victoria Williams (2002), außerdem von Nat King Cole, Rosemary Clooney, Four Vagabonds, Frankie Laine, Lee Wiley.


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Zitat Nr. 89: August 2005

Mädchen aus Hiroshima

Ich klopf' an Deiner Türe an,
- bei wieviel Türen ich schon war! -
wenn mich auch keiner sehen kann;
denn die Toten sind unsichtbar.

Ich lebte in Hiroshima.
Das ist zehn Jahre her.
Jetzt bleib' ich für immer sieben Jahr'
Tote Kinder wachsen nicht mehr.

Zuerst fing das Feuer mein Haar.
Dann sind meine Augen verbrannt,
die Hände-, mein Blut ist verdampft.
Bis ich nurmehr Asche war.

Nichts Liebes mehr tun könnt ihr mir.
Nichts, nichts. Ihr müsst bedenken,
ein Kind ist verbrannt wie Papier.
Ihr könnt ihm nichts mehr schenken.

Leis' klopf ich an eure Türe.
Gebt mir eure Unterschrift.
Dass es nie mehr Kinder trifft,
dass nie mehr Kinder verbrennen
und dass sie Bonbons essen können.

Nazim Hikmet

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Zitat Nr. 88: 28. Juli 2005

Redensarten /Sayings

Nach den Londoner Attentaten

Von Eduardo Galeano


New York, Madrid, London: Der Terrorismus hat wieder zugeschlagen« – so oder ähnlich lauteten weltweit die Schlagzeilen der meisten Zeitungen. Sie berichteten über die Explosionen, die London erschüttert haben. Und vergaßen, Afghanistan oder Irak zu erwähnen. Sind etwa die Bombenangriffe gegen Afghanistan und Irak keine terroristischen Anschläge? Ist es nicht immer oder fast immer die arbeitende Bevölkerung, die unter den Anschlägen und im Krieg zu leiden hat? Verdienen sie etwa nicht den gleichen Respekt und das Beileid wie andere Opfer von menschenverachtenden Handlungen und Einstellungen? Grob geschätzt sind nicht weniger als 3000 Bauern von Bomben zerfetzt worden, die Bin Laden in Afghanistan gesucht, aber nicht gefunden haben. Nicht weniger als 25000 Zivilisten, viele von ihnen Frauen und Kinder, sind von Bomben getötet worden, die auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen über dem Irak abgeworfen worden sind – oder sind im nicht endenden Blutbad umgekommen, das durch die ausländische Besatzung des Landes provoziert wird.

Wenn umgekehrt der Irak die USA besetzt hätte, was sich niemand vorstellen kann, dann wären vergleichsweise mehr als 300000 Zivilisten getötet worden. So ein Horror wäre natürlich zu einem Jahrtausendereignis gemacht worden, das über Jahrhunderte präsent geblieben wäre. Da die Toten aber Iraker sind, wird der Tatbestand schnell übergangen. Im Jahr 1776 hieß es in der Unabhängigkeitserklärung der USA, daß alle Menschen gleich geschaffen sind. Nur wenige Jahre später wurde diese Auffassung in der ersten Verfassung präzisiert, als man für die Volkszählungen vorschrieb, daß jeder Schwarze drei Fünfteln eines Weißen entsprechen würde. Welchen Anteil von Mensch ist heute ein Iraker wert? „Einige sind gleicher als andere«, sagt man.

Man sagt auch »Andere werden kommen, dich zu rächen«. Der Staatsterrorismus – der potente Vater aller Terrorismen – findet seine besten Alibis bei den Terroristen, die er selber schafft. Er vergießt jedes Mal Krokodilstränen, wenn der Dreck an die eigenen Scheiben spritzt, und gibt sich ahnungslos über die Folgen seines eigenen Tuns. Bisher hatten die Herren der Welt kaum zu klagen, denn die Greueltaten der Fanatiker und Verrückten liefern stets nützliche Rechtfertigungen für ihr Tun und ihre Straffreiheit.

»Lügen haben kurze Beine«. In Wirklichkeit aber haben Lügen entsetzlich lange Beine. Sie laufen sogar schneller als die Widerrufe der Lügner. Nachdem in alle vier Windrichtungen verbreitet worden war, daß der Irak eine Gefahr für die Menschheit darstellte, haben Bush und Blair öffentlich eingestanden, daß im Land, das sie besetzt und zerschlagen haben, keine Massenvernichtungswaffen vorhanden waren. Bei den darauffolgenden Wahlen in den USA und in Großbritannien hat sie die Bevölkerung zur Belohnung wiedergewählt. »Verbrechen zahlen sich nicht aus.« Sogar Sprichwörter wissen nicht, was sie sagen. Die Welt gibt nicht weniger als 2,2 Milliarden US-Dollar täglich – ja, täglich – für die Militärindustrie aus, die Industrie, die den Tod produziert. Und Tag für Tag steigen diese Ausgaben.

Kriege brauchen Waffen, die Waffen brauchen Kriege und beide – Krieg und Waffen – brauchen Feinde. Es gibt kein lukrativeres Geschäft als das Morden auf industrieller Basis. Eine abgeleitete Industrie davon ist die Industrie der Angst, der Produktion von Feinden. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle jener Konzerne, die sich der Unterhaltung und Kommunikation widmen. In Hollywood geht kaum noch ein neuer Film in den Vertrieb, bei dem es keine Explosion gibt. Feinde werden sogar im unbekannten Weltall gesucht, denn auch von dort drohen, zum planetarischen Horror, terroristische Attentate.

Die Militärindustrie muß Angst und Furcht erzeugen, um ihre unvermessene Existenz zu rechtfertigen. Der perverse Kreislauf ist in Gang: Die Welt wird zum Schlachthof, der zum Irrenhaus wird, das wieder ein Schlachthof wird … Irak, ein Land das bombardiert, besetzt und erniedrigt worden ist, wird zur aktivsten Schule des Verbrechens. Die Invasoren, die behaupten, Befreier zu sein, haben dort eine Art von Schnellbrüter für Terroristen geschaffen, der sich von der Verzweiflung und Perspektivlosigkeit der Menschen ernährt.

* Eduardo Galeano, Autor von »Die offenen Adern Lateinamerikas« und »Erinnerungen an das Feuer«, ist uruguayischer Schriftsteller und Journalist

Aus: junge Welt, 23. Juli 2005


Der Beitrag erschien in einer gekürzten Fassung unter dem Titel "Die Welt wird zum Schlachthof" am 23. Juli 2005 auch in der "Berliner Zeitung"

Eduardo Galeano: SAYINGS

JULY 2005 (IPS) - "NEW YORK, MADRID, LONDON: TERRORISM STRIKES ANEW." This was the headline of many of the world's newspapers reporting the recent explosions in London. They didn't mention either Afghanistan or Iraq. Weren't --aren't-- the bombings there terrorist attacks as well, which in the case of Iraq occur daily? asks Eduardo Galeano, Uruguayan writer and journalist and author of "The Open Veins of Latin America" and "Memories of Fire".

In this article, Galeano writes that the military industry needs to produce fear to justify its existence. It is a vicious circle: the world becomes a slaughterhouse which becomes a madhouse which becomes a slaughterhouse... Iraq, bombarded, occupied, humiliated, becomes the preeminent school for crime of our day. Its invaders, who call themselves liberators, have set up there the world's most prolific nursery of terrorists.

"The Devil provides the weapons." At last a true saying. God couldn't be such a bastard. It must be the Devil that provides the weapons, or at least the weapons of mass destruction, the real ones, the ones Iraq didn't have and that are ripping the world apart: the bombardment of lies from the factories of public opinion; the chemical weapons of consumer society that are maddening the climate and polluting the air; the poison gas from the factories of fear that make us accept the unacceptable and turn indignity into a feature of destiny; the deadly impunity of the serial killers become heads of state; the double-edged swords of the major powers which multiply in tandem poverty and arguments against poverty while they sow anti-personnel mines and sell prostheses, and rain from the sky bombs and contracts for the reconstruction of the countries they annihilate.

Source: IPS (Inter Press Service News Agency):
ipsnews.net


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Zitat Nr. 87: 5. Juli 2005

"Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden ..."

Ein Funkspruch zwischen US-Amerikanern und Galiziern vor der spanischen "Costa de Fisterra"*

Galizier:
(Geräusch im Hintergrund) ... Hier spricht A-853 zu ihnen, bitte ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden ... Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25 nautische Meilen ...

Amerikaner:
(Geräusch im Hintergrund)... Wir raten ihnen, ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Galizier:
Negative Antwort. Wir wiederholen: Ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden!

Amerikaner:
(eine andere amerikanische Stimme) Hier spricht der Kapitän eines Schiffes der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika zu ihnen. Wir beharren darauf: Ändern sie sofort ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden.

Galizier:
Dies sehen wir weder als machbar noch erforderlich an, wir empfehlen ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner:
(stark erregter befehlerischer Ton) HIER SPRICHT DER KAPITÄN RICHARD JAMES HOWARD, KOMMANDANT DES FLUGZEUGTRÄGERS "USS LINCOLN" VON DER MARINE DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, DAS ZWEITGRÖSSTE KRIEGSSCHIFF DER NORDAMERIKANISCHEN FLOTTE. UNS GELEITEN ZWEI PANZERKREUZER, SECHS ZERSTÖRER, FÜNF KREUZSCHIFFE, VIER U-BOOTE UND MEHERE SCHIFFE DIE UNS JEDERZEIT UNTERSTÜTZEN KÖNNEN. WIR SIND IN KURSRICHTUNG PERSISCHER GOLF, UM DORT EIN MILITÄRMANÖVER VORZUBEREITEN UND IM HINBLICK AUF EINE OFFENSVE DES IRAQ AUCH DURCHZUFÜHREN.
ICH RATE IHNEN NICHT ... ICH BEFEHLE IHNEN IHREN KURS UM 15 GRAD NACH NORDEN ZU ÄNDERN! SOLLTEN SIE SICH NICHT DARAN HALTEN, SO SEHEN WIR UNS GEZWUNGEN DIE NOTWENDIGEN SCHRITTE EINZULEITEN, DIE NOTWENDIG SIND UM DIE SICHERHEIT DIESES FLUGZEUGTRÄGERS UND AUCH DIE DIESER MILITÄRISCHEN STREITMACHT ZU GARANTIEREN. SIE SIND MITGLIED EINES ALLIIERTEN STAATES, MITGLIED DER NATO UND SOMIT DIESER MILITÄRISCHEN STREITMACHT ... BITTE GEHORCHEN SIE UNVERZÜGLICH UND GEHEN SIE UNS AUS DEM WEG!

Galizier:
Hier spricht Juan Manuel Salas Alcántara. Wir sind zwei Personen. Uns geleiten unser Hund, unser Essen, zwei Bier und ein Mann von den Kanaren, der gerade schläft. Wir haben die Unterstützung der Sender Cadena Dial von la Coruna und Kanal 106 als Maritimer Notruf. Wir fahren nirgendwo hin, da wir mit ihnen vom Festland aus reden. Wir befinden uns im Leuchtturm A-853 Finisterra an der Küste von Galizien. Wir haben eine Scheißahnung, welche Stelle wir im Ranking der spanischen Leuchttürme einnehmen. Und sie können die Schritte einleiten, die sie für notwendig halten und auf die sie geil sind, um die Sicherheit Ihres Scheiß-Flugzeugträgers zu garantieren, zumal er gleich gegen die Küstenfelsen Galiziens zerschellen wird, und aus diesem Grund müssen wir darauf beharren und möchten es ihnen nochmals ans Herz legen, dass es das Beste, das Gesündeste und das Klügste für sie und ihre Leute ist, nämlich ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden ...

* Dieser Funkverkehr wurde aufgenommen von der Frequenz des spanischen Maritimen Notrufs, Canal 106, an der galizischen Küste am 16. Oktober 1997.
Der Funkspruch hat wirklich stattgefunden und wurde erst im März 2005 von den spanischen Militärbehörden zur Veröffentlichung freigegeben. Nahezu alle spanischen Zeitungen haben ihn nun veröffentlicht und ganz Spanien lacht sich kaputt.




In Kürze


Berlusconi outet sich - als Irakkriegsgegner

"Io non sono mai stato convinto che la guerra fosse il sistema migliore per arrivare a rendere democratico un paese e a farlo uscire da una dittatura anche sanguinosa".
"Io ... ho tentato a più riprese di convincere il presidente americano a non fare la guerra (...). Ho tentato di trovare altre vie e altre soluzioni, anche attraverso un'attività congiunta con il leader africano Gheddafi. Non ci siamo riusciti e c'è stata l'operazione militare (...)."

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einem Interview, das am 31. Oktober im Sender "La7" ausgestrahlt wurde. Zit. nach einer Vorausmeldung in "La Repubblica" vom 29. Oktober 2005.

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2000 - "Zeit, den Krieg zu beenden"

Mit dem Tod eines weiteren Soldaten am Dienstag hat sich die Zahl der getöteten US-Soldaten im Irak auf 2000 erhöht. "Zweitausend Amerikaner haben jetzt ihr Leben im Irak verloren", sagte der demokratische Abgeordnete James McGovern in Washington im US-Senat. "Es wird Zeit, diesen Krieg zu beenden." Der Einmarsch im Irak beruhe auf einer Erfindung: "Es hat keine Massenvernichtungswaffen gegeben und keine Verbindungen zu El Kaida. Es hat keine unmittelbare Bedrohung gegeben." Die Vereinigten Staaten hätten bislang mehr als 300 Milliarden Dollar (250 Milliarden Euro) für den Krieg ausgegeben, "und es ist kein Ende in Sicht." Der US-Senat legte eine Schweigeminute für die Toten ein.
Meldung der Presseagentur AFP, Dienstag, 25. Oktober 2005

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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Glückwunsch an Orhan Pamuk

"Mit Orhan Pamuk wird ein Schriftsteller geehrt, der wie kein anderer Dichter unserer Zeit den historischen Spuren des Westens im Osten und des Ostens im Westen nachgeht, einem Begriff von Kultur verpflichtet, der ganz auf Wissen und Respekt vor dem anderen gründet. Orhan Pamuk hat ein Werk geschaffen, in dem Europa und die muslimische Türkei zusammenfinden. In seinen Romanen 'Die weiße Festung', 'Rot ist mein Name' oder 'Schnee' verbindet er orientalische Erzähltraditionen mit den Stilelementen der westlichen Moderne und entwickelt Bilder und Begriffe, die unsere Gesellschaft in einem nicht eng verstandenen Europa gebrauchen wird. So eigenwillig das einzigartige Gedächtnis des Autors in die große osmanische Vergangenheit zurückreicht, so unerschrocken greift er die brennende Gegenwart auf, tritt für Menschen- und Minderheitenrechte ein und bezieht immer wieder Stellung zu den politischen Problemen seines Landes."
Aus der Begründung des Stiftungsrats für die Wahl Orhan Pamuks zum Friedenspreisträger 2005. Mehr dazu hier!.

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Skandal

"In einer Welt des Überflusses ist es ein unerhörter Skandal, dass mehr als 852 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung leiden und dass in jedem Jahr über fünf Millionen Kinder an Hunger und seinen Folgen sterben. Wir müssen jetzt handeln!"
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Am 16. Oktober war der "Welternährungstag" 2005. (www.fian.de/)
Hier geht es zu einem Interview mit Jean Ziegler.

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Congratulations, Mr. Pinter

"who in his plays uncovers the precipice under everyday prattle and forces entry into oppression's closed rooms"
"der in seinen Stücken den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz bloßlegt und sich Zutritt erzwingt zu den verschlossenen Räumen der Unterdrückung"

(Aus der Begründung des Nobel-Komitees, 13. Oktober 2005)

Auf seiner eigenen Homepage stellt sich Harold Pinter vor als "Dramatiker, Regisseur, Schauspieler, Dichter und politischer Aktivist". BBC zitiert den englischen Schriftsteller, der drei Tage zuvor seinen 75. Geburtstag beging, am 13. Oktober 2005 mit folgenden Sätzen:
"Ich habe seit rund 50 Jahren Stücke geschrieben und ich war auch immer recht stark politisch engagiert."
"Ich bin mir aber keineswegs sicher, in welchem Maße diese Tatsache irgendetwas mit dem Preis zu tun gehabt hat."
"Ich bin sehr stark engagiert in der Kunst und sehr stark engagiert in der Politik. Manchmal begegnen sich diese beiden und manchmal auch nicht."


Aus gegebenem Anlass dokumentieren wir eine der stärksten politischen Reden, die Pinter in den letzten Jahren gehalten hat: Der Krieg gegen die Vernunft / The War Against Reason

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Es war schon immer etwas teurer ...

Unsere Armee braucht für ihre Auslandseinsätze eine Ausrüstung auf der Höhe der Zeit. Das ist teuer, ich weiß. Aber wer will den Angehörigen eines getöteten Soldaten erklären, es sei, zum Beispiel, leider gerade kein Geld für den besten Schutz vor Sprengfallen da gewesen? Es geht um das Leben von Menschen.
Bundespräsident Horst Köhler bei der Kommandeurtagung der Bundeswehr in Bonn am 10. Oktober 2005 ("die ganze Rede!)

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Gratulation!

The Nobel Peace Prize 2005
"... for their efforts to prevent nuclear energy from being used for military purposes and to ensure that nuclear energy for peaceful purposes is used in the safest possible way"
"... für ihre Bemühungen zu verhindern, dass die Nuklearenergie für militärische Zwecke genutzt wird, und zu gewährleisten, dass die Nuklearenergie für friedliche Zwecke so sicher wie möglich eingesetzt wird"

an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihren Generaldirektor Mohammed El-Baradei

Wir verbinden unseren Glückwunsch mit der Hoffnung, dass die Preisträger sich in ihren Entscheidungen auch künftig ausschließlich vom Völkerrecht und dem ehrlichen Bemühen um den Weltfrieden und die atomare Abrüstung leiten lassen und keinem sachfremden Druck nachgeben.
AG Friedensforschung

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Was Deutsche (nicht) wollen

"Sollte in zwei Wahlgängen kein Kandidat eine parlamentarische Mehrheit finden, kann der Bundespräsident entweder einen Minderheitskanzler ernennen, den niemand will, oder Neuwahlen ausrufen, für die Deutschen eine neue Gelegenheit zu zeigen, dass sie nicht wissen, was sie wollen. Aber da die Deutschen sich vor allem darüber beschweren zu wollen scheinen, dass sie nicht kriegen, was sie nicht wollen, sollte man ihnen diese Gelegenheit auf keinen Fall geben."

Marcia Pally, Frankfurter Rundschau, 23. September 2005 (Feuilleton: "Deutsche Not")

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Cannabis und Reggae

Die jamaikanische Botschafterin in Berlin, Marcia Y. Gilbert-Roberts, beobachtet die Debatte um eine mögliche Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen im deutschen Bundestag mit Interesse. "Es ist schön, dass unser Land dadurch in aller Munde ist", wird sie in der "Financial Times Deutschland" zitiert. Die Koalitionsbildung in Deutschland wollte Gilbert-Roberts nicht kommentieren. Sie unterbreitete aber ein besonderes Angebot: "Wenn eine solche Koalition zustande kommen sollte, laden wir alle Beteiligten nach Jamaika ein." Die Flagge der Karibikinsel Jamaika zeigt ein gelbes Schrägkreuz sowie je zwei schwarze und grüne Felder. (AFP, 19. September 2005)
Ob es dort auch Cannabis bei Reggae-Musik gibt, darüber schweigt sich die Botschafterin aus. Schließlich ist der Genuss von Cannabis auf Jamaika sehr weit verbreitet. Und zumindest die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth setzt sich auf der Homepage des Vereins für Drogenpolitik e.V. für die Legalisierung des Cannabis-Konsums ein. Na, Angie?

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Rheinland-pfälzischer Landtag für Abzug von US-Atomwaffen

Der Landtag unterstütze Bemühungen von Bundes- und Landesregierung, "in Gesprächen mit den amerikanischen Verbündeten einen Abzug der heute noch in Deutschland und Europa stationierten taktischen Nuklearwaffen zu erreichen", heißt es in einem am 15. September 2005 mit den Stimmen von SPD und FDP verabschiedeten Antrag.
Deutlicher als die Koalitionsfraktionen forderten die Grünen in einem eigenen Antrag den Abzug aller Atomwaffen und verwiesen auf Angaben von Experten, wonach Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland mit US-Atomwaffen sei. Die CDU sprach sich gegen eine öffentliche Diskussion aus, weil dadurch "das transatlantische Bündnis mit seinen komplexen Solidarstrukturen beeinträchtigt werden könnte".

(Homepage der Landesregierung, 15.09.2005)
Zur Position der Parteien zur US-Atomwaffenpolitik siehe: "US-Nukleardoktrin ist 'ein Desaster'"

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Mann des Militärs

(...) Mag sein, dass Scharon sich konzeptionell weiterentwickelt. Aber er war und ist immer ein General geblieben und nicht über Nacht ein Staatsmann geworden. Weder glaubt er an Frieden, noch sieht er die Palästinenser als Partner. Als Mann des Militärs meint Scharon, dass er, wenn er eine Front - Gaza - aufgibt, andere Fronten umso effektiver halten kann. Deshalb kam ihm nie in den Sinn, mit den Palästinensern darüber zu verhandeln. Alles hat er unilateral angelegt.
(...) Ich neige zu sagen, wann immer wir ein arabisches Land verlassen haben, war es zu unserem Nutzen.

Tom Segev, Historiker, Journalist und Schriftsteller aus Jerusalem, in einem Interview in der Frankfurter Rundschau vom 14. September 2005 (Feuilleton)

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"Shoot to kill"

Die US-Behörden haben 300 Soldaten mit Irak-Erfahrung in New Orleans eingesetzt, um den Plünderern in der stark zerstörten Stadt Einhalt zu gebieten. Die Soldaten gehörten zur Nationalgarde von Arkansas und hätten den Befehl "Shoot to kill", sagte die Gourverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, am 1. September in Baton Rouge. "Diese Soldaten sind gerade aus dem Irak zurück, sie sind gut trainiert, erfahren, kampferprobt und sie stehen unter meinem Befehl, um in den Straßen der Stadt wieder für Ordnung zu sorgen", sagte Blanco. Die Soldaten seien mit M16-Gewehren bewaffnet. "Sie wissen, wie man schießt und tötet, und sie sind bereit, dies zu tun, wenn es nötig ist", warnte die Gouverneurin.

(Meldung der Nachrichtenagentur AFP, 1. September 2005)

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Zum "Anti"-Kriegstag?

Unsere Marinepiloten zeigen ihr fantastisches Können, indem sie unsere Feinde zur Rechenschaft ziehen. Unsere Seeleute patrouillieren die offene See auf den Schiffen der Marine. Sie halten diese Schiffe in Stand und einsatzbereit. Sie dienen in Sondereinsatzgruppen, die die Kämpfer der Taliban und der Al Kaida in den Bergen Afghanistans aufspüren. Und unsere Marineinfanteristen führen die Terroristen im Irak ihrer gerechten Strafe zu.
Wie und wo Sie auch dienen, Sie alle verteidigen unser Land. Sie machen der Uniform und Ihrem Oberbefehlshaber alle Ehre, und Ihr Land ist stolz auf Sie.

Aus der Rede von US-Präsident George W. Bush anlässlich des 60. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs im Pazifik, 30. August 2005 (Hier geht es zur ganzen Rede)

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FÜNF ANDERE

Was verkürzt mir die Zeit?
Tätigkeit!

Was macht sie unerträglich lang?
Müßiggang!

Was bringt in Schulden?
Harren und Dulden!

Was macht Gewinnen?
Nicht lange besinnen!

Was bringt zu Ehren?
Sich wehren!


Johann Wolfgang Goethe, geb. 28. August 1749
Aus: West-östlicher Divan: Tefkir Nameh - Buch der Betrachtungen

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Es darf gewählt werden!"

Am 25. August 2005 hat das Bundesverfassungsgericht die Klagen gegen den von Bundeskanzler Gerhard Schröder beschrittenen Weg zur Neuwahl abgewiesen.
"Die Einschätzung des Bundeskanzlers, er sei für seine künftige Politik nicht mehr ausreichend handlungsfähig, ist eine Wertung, die durch das Bundesverfassungsgericht schon praktisch nicht eindeutig und nicht vollständig überprüft werden kann und ohne Beschädigung des politischen Handlungssystems auch nicht den üblichen prozessualen Erkenntnissen zugänglich ist."
(Aus der mündlichen Urteilsbegründung des Senatspräsidenten Winfried Hassemer. Hier geht es zum Urteil [Pressemitteilung des Gerichts].)

(Fast) alle freuen sich. Wir geben allen, die das nichts angeht, zu bedenken, was ein großer Denker schon vor rund 2500 Jahren gesagt hat:
Diejenigen, die zu klug sind,
um sich in der Politik zu engagieren,
werden dadurch bestraft werden,
dass sie von Leuten regiert werden,
die dümmer sind als sie selbst.

Platon (427-348 v.u.Z.), griechischer Philosoph

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Aus der Grußbotschaft des Bundespräsidenten an die Friedensbewegung

(...) Wenn Sie, meine Damen und Herren von der .. Friedensbewegung* und der Hiroshima-Gruppe, die Schrecken atomarer Waffen den Menschen von heute und besonders der Jugend in Erinnerung rufen, so leisten Sie einen wichtigen Beitrag im Kampf um die Ächtung von atomaren Waffen und im Kampf gegen deren weitere Verbreitung. Jede Aufklärung über die atomare Vernichtungskraft ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch heute inmitten akuter Gefährdungen leben. Alle Menschen, die sich für Frieden, Freiheit und Demokratie engagieren – von den kleinsten Bürgerinitiativen bis zu den höchsten politischen Entscheidungsträgern - müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles tun, um kriegerische Auseinandersetzungen mit mörderischen Waffen zu verhindern.
Als Bundespräsident begrüße ich daher Ihre Bemühungen, in der Öffentlichkeit aufzutreten und auf den Ernst weltweiter atomaren Gefahren hinzuweisen.
Sie werben für ein wichtiges Anliegen – für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg.
Ich danke Ihnen allen, die Sie heute – 60 Jahre danach - zusammengekommen sind, um der Opfer der Schrecken von Hiroshima und Nagasaki zu gedenken, und wünsche Ihnen und uns allen viel Erfolg bei den Bemühungen um eine friedliche Zukunft!


* Gemeint ist die Wiener Friedensbewegung - und die Grußbotschaft stammt vom Bundespräsidenten der Republik Österreich, Heinz Fischer. Den vollständigen Text und weitere Grußbotschaften finden Sie h i e r !.

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Existenzfrage

"Die letzten Generationen haben uns in der hochentwickelten Wissenschaft und Technik ein überaus wertvolles Geschenk in die Hand gegeben, das Möglichkeiten der Befreiung und Verschönerung unseres Lebens mit sich bringt, wie sie keiner der früheren Generationen geboten waren. Dies Geschenk bringt aber auch Gefahren für unsere Existenz mit sich, wie sie noch niemals schlimmer gedroht haben."

"Die Entwicklung der Technik in unserer Zeit aber macht dies ethische Postulat zu einer Existenzfrage für die heutige zivilisierte Menschheit und die aktive Teilnahme an der Lösung des Friedensproblems zu einer Gewissenssache, der kein der moralischen Verwantwortung bewusster Mensch ausweichen kann."


Albert Einstein, 1879-1955 (zit. n. Wissenschaft & Frieden, 3/2005, S. 2)





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