Der Fensterkitt: Unsere Reservisten,15.09.2012 (Friedensratschlag)
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Der Fensterkitt: Unsere Reservisten

Männer und Frauen, die der Bundeswehr unter die Arme greifen *

Der Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL - das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform - spricht allen Reservist(inn)en seine Dankbarkeit für geleistete Dienste aus.

Anlässlich des 3. "Marsches der Verbundenheit" von Würzburg nach Ansbach vom 15.-22.9.2012 probieren unsere Reservist(inn)en den Schulterschluss mit der Öffentlichkeit. Damit wird versucht, dem wuchernden freundlichen Desinteresse für die Streitkräfte in unserer Gesellschaft entgegenzutreten.

Der Bundesverteidigungsminister schritt am 18.9.2012 über den von Kriegsdienstverweigerer Til Schweiger ausgerollten roten Teppich zur Premiere dessen neuesten Filmes „Schutzengel“. Die Truppe zieht alle Register und trotzdem denken die meisten Landsleute: “Wir haben mit den Auslandseinsätzen nichts zu tun. Wir haben die da nicht hingeschickt. Die sind auch nicht in unserem Auftrag da. Die machen das da für viel Geld und müssen wissen, was sie tun. Selbst dann, wenn denen was passiert da, tun die uns nicht leid. Und nun lassen Sie uns mit diesem Thema zufrieden!“ (O-Ton 2012). Über 6000 Soldaten, die derzeit an zwölf Einsatzorten rund um den Globus im Einsatz sind, können kein mitfühlendes Interesse an ihren Diensten erwarten, weil die Bevölkerung überhaupt nicht gefragt wurde und der Lügen überdrüssig ist.

Die persönliche Zustimmung oder Ablehnung eines Einsatzes unter den Bürgerinnen und Bürgern stellt essentielle Voraussetzung für die Akzeptanz der Arbeit von Uniformträgerinnen und –trägern im angeblichen Verteidigungsauftrag im Ausland dar.

Unsere Soldatinnen und Soldaten erfahren ausreichend Solidarität für ihre Dienste im Katastrophenschutz sowie der Bereitschaft zur Territorialverteidigung hier zuhause und glücklicherweise nicht für die Auslandseinsätze. Der Kampf gegen den „hausgemachten“ Terror, der zuletzt mit einem Mohammed- Schmähvideo den Hass gegen unsere Gesellschaft weiter schürt und in dessen Folge die Gefahr für Leib und Leben unserer Kamerad(inn)en weiter zunimmt, kann die Herzen der friedfertigen Menschen niemals gewinnen. Die Menschen in Deutschland begreifen erst nach und nach, was man mit der Bundeswehr heutzutage macht. Es sind nur noch die Medien und die kritische Öffentlichkeit, die eingreifen könnten. Von der politischen und militärischen Führung können wir nichts erwarten. Und wenn die Öffentlichkeit mangels Interesses ausfällt, bleibt neben manchen Medien nur noch das Gewissen des Einzelnen.

Reservist(inn)en: Wehrt Euch gegen diese strategielose Politik! Distanz zu den USA, Distanz zu DIESER einer SOLCHEN NATO und die Bürgerinnen und Bürger werden Euch verstehen.



Unterzeichnet vom Vorstand des Darmstädter Signals:
  • Leutnant Christian Neumann (Sprecher)
  • Dr. med. Margit Pissarek
  • Oberstleutnant a.D. Dipl.Päd. Jürgen Rose
  • Major Florian Pfaff
  • Obermaat d.R. Dr. Harald Süreth
* Als PRESSEMITTEILUNG am 22.09.2012 verbreitet


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