In eigener Sache (Friedensratschlag)
Dieser Internet-Auftritt kann nach dem Tod des Webmasters, Peter Strutynski, bis auf Weiteres nicht aktualisiert werden. Er steht jedoch weiterhin als Archiv mit Beiträgen aus den Jahren 1996 – 2015 zur Verfügung.

"In eigener Sache" 1

Die wichtigsten Mitteilungen vom November 2000 bis Februar 2001

Kassel, den 26. Februar 2001

Appell "Kriege verhindern - Einsatzkräfte auflösen"

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,


im November und Dezember letzten Jahres ist bei der IMI Tübingen und beim Friedensratschlag die Idee herangereift, einen kurzen, plakativen Appell in die Wege zu leiten, der eins der zentralen politischen Aktionsfelder der Friedensbewegung benennt. Nach diversen Absprachen (zwischen Tübingen, Kassel, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt ...) ist der nachfolgende Appell "Kriege verhindern - Einsatzkräfte auflösen" herausgekommen, dessen endgültiger Text euch nun vorliegt. (Unsere Meldung "In eigener Sache" vom 13. Februar - siehe weiter unten - ist damit überholt.)

Der Appell soll eine breite Unterschriften-Kampagne unterstützen, die von der Friedensbewegung in den nächsten Monaten (Jahren?) getragen werden soll. Die diesjährigen Ostermärsche eignen sich sehr gut als Auftakt für diese Kampagne.

Wir bitten euch dringend um Unterstützung:
Je mehr lokale, regionale und bundesweite Friedesninitiativen, Organisationen, Kampagnen usw. (keine Parteien!) als Unterzeichner unter dem Appell stehen, umso besser für die Kampagne. Meldet euch also bis spätestens 7. März zurück, ob eure Initiative sich mit diesem Appell anfreunden kann oder nicht.

Unabhängig von diesem elektronischen Rundbrief wird es noch eine Aussendung von der Tübinger IMI (Tobias Pflüger) geben. Wundert euch also nicht, falls ihr - wegen vermutlicher Überschneidungen im Adressenverzeichnung - diese Botschaft doppelt erhaltet.

Und hier der Appell im Wortlaut:

Appell "Kriege verhindern - Einsatzkräfte auflösen"

Ich lehne den Umbau der Bundeswehr in eine Interventionsarmee ab und fordere Bundestag und Bundesregierung auf,
  • die dafür vorgesehenen 150.000 Soldaten starken "Einsatzkräfte" aufzulösen,
  • die damit verbundenen Beschaffungen neuer Waffen und Ausrüstungen zu stoppen, und
  • die dadurch eingesparten rund 100 Milliarden Euro in zivile Projekte zu investieren (z.B. Bildung, Umwelt, Soziales).

Der Appell "Kriege verhindern - Einsatzkräfte auflösen" wird getragen von: (es folgen die Namen der Gruppen/Initiativen/Organisationen)

Macht mit! Meldet euch bitte zurück.
Deadline: 7. März 2001


Mit besten Grüßen
Peter Strutynski (Bundesausschuss Friedensratschlag)
Tobias Pflüger (IMI-Informationsstelle Militarisierung e.V. Tübingen)





Kassel, den 13. Februar 2001

Dresden ist immer eine Reise wert. Vor allem dann, wenn das Dresdener "Friedenssymposium" stattfindet, das seit einigen Jahren jeweils im Februar anlässlich des Gedenkens an die Kriegszerstörung der Stadt (Februar 1945) von der Sächsischen Friedensinitiative durchgeführt wird. Auch diesmal waren einige Mitglieder des Bundesausschusses Friedensratschlag und des Kasseler Friedensforums bei dieser Veranstaltung vertreten.
Wichtig ist Dresden auch wegen der Gespräche, die am Rande stattfinden: in den Pausen oder am Abend. So trafen sich z.B. ein paar Freunde vom Friedensratschlag mit Tobias Pflüger vom IMI, um mit ihm über die Initiative zu reden, welche die IMI (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen) im November letzten Jahres angeregt hatte. Das Ergebnis war folgender Aufruftext, den wir hiermit einer breiteren Friedensgemeinde als Vorschlag präsentieren. Der Appell ist absichtlich so knapp gehalten, weil er nur die bedrohlichste Entwicklung in der deutschen "Sicherheitspolitik" auf den Punkt bringen will. Unterschriften sammelt es sich eben leichter unter einem knappen Appell als unter einem langen Aufruftext.

Schreibt (schreiben Sie) uns Eure (Ihre) Meinung dazu. Nach einer Reihe von abstimmenden Gesprächen, die in der Friedensbewegung noch zu führen sind, könnte dieser Appell zu einem bundesweiten Unterschriftenappell für die nächsten Monate (vielleicht sogar Jahre) werden. Wir werden sehen!
Hier der Appell im Wortlaut:

Bundeswehr-Appell

Gegen die Umwandlung der Bundeswehr in eine Interventionsarmee

Ich lehne den Umbau der Bundeswehr in eine Interventionsarmee ab und fordere Bundestag und Bundesregierung auf,
  • die dafür vorgesehenen 150.000 Soldaten "Einsatzkräfte" aufzulösen,
  • die damit verbundenen Beschaffungen neuer Waffen und Ausrüstungen zu stoppen, und
  • die dadurch eingesparten Milliarden in zivile Projekte zu investieren (z.B. Bildung, Umwelt, Soziales).





Kassel, den 2. Februar 2001

Inzwischen hat das einen Abschnitt weiter unten angekündigte Treffen des Bundesausschusses Friedensratschlag am 27. Januar stattgefunden. Die Sitzung war mit fast 30 Leuten wie immer ordentlich besucht.

Die Bewertung des letztjährigen Friedensratschlags in Kassel (2./3. Dezember) und des IPPNW-Kongresses (8.-10. Dezember) fielen im Großen und Ganzen sehr positiv aus. Insbesondere wurden die gute Beteiligung und die große Resonanz in den Medien hervorgehoben, wobei der IPPNW-Kongress mit seiner Ansammlung von Politprominenz (bis zur damals noch amtierenden Gesundheitsministerin Andrea Fischer) in den Medien natürlich noch wesentlich besser wegkam als der Ratschlag. Beeindruckt zeigten sich die Besucher des IPPNW-Kongresses von der kritischen Stimmung, die den Repräsentanten des Staates (neben Fischer z.B. Alt-Bundespräsident und Vorsitzender der Wehrstruktur-Kommission Richard von Weizsäcker) entgegenschlug, als es etwa um den Kosovo-Krieg oder um die Umwandlung der Bundeswehr in eine Interventionsarmee ging. Am "Friedensratschlag" bestach vor allem wieder die große Vielfalt der angebotenen Themen ("alles wichtig!") und die Kompetenz der Referentinnen und Referenten. Dass es gelungen sei, Heinz Loquai zu "engagieren", war ein großer Gewinn. Auffallend waren die - gemessen an früheren Ratschlägen - vielen jüngeren Teilnehmer/innen, die vor allem aus dem universitären Bereich kamen. Hoffentlich hält dieser Trend an!

Kritisiert wurde am Friedensratschlag die Sterilität des Internationalen Forums. Die vielen interessanten Gäste aus dem Ausland sollten das nächste Mal mehr Raum haben, sich in Arbeitsgruppen zu präsentieren. Außerdem sollten Verabredungen über gemeinsame internationale Aktionen nicht in einer Podiumsdiskussion, sondern in einer Arbeitsgruppe diskutiert werden. Auch das Zustandekommen des "Aktionsrahmens 2001" war wieder nicht besonders geglückt. So gut der Aktionsrahmen auch inhaltlich ist: Er muss das nächste Mal besser vorbereitet und während des Ratschlags von einer verantwortlichen Redaktionsgruppe bearbeitet werden, sodass möglichst viele Anregungen der Teilnehmer/innen berücksichtigt werden können.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag befasste sich auch mit der Planung für die kommenden Monate. Insbesondere wurde anhand des "Aktionsrahmens 2001" eine Konkretisierung der inhaltlichen Schwerpunkte versucht. Dabei schälte sich heraus, dass der Friedensratschlag der Anregung des IMI-Tübingen folgen wird und sich um die Formulierung und Verbreitung eines Appells gegen die Umrüstung der Bundeswehr in eine Interventionsarmee bemühen wird. Die entscheidende Frage dabei wird sein, ob es gelingt, mit diesem Thema auch relevante Kreise der Bevölkerung zu interessieren.

Weitere Diskussionspunkte waren:
  • Embargo gegen Irak - Hier wurde ein vorliegender Appell zur Beendigung des Embargos zustimmend zur Kenntnis genommen. Wir kommen demnächst auf diesen Punkt zurück.
  • Uran-Munition - Der Bundesausschuss beteiligt sich weiter intensiv an der öffentlichen Diskussion (siehe auch die diversen Beiträge auf unserer Homepage unter "Themen"/"DU-Geschosse").
  • NATO-Krieg gegen Jugoslawien - Auch zum 2. Jahrestag (24. März) werden wir Aktivitäten im ganzen Land unterstützen. Hierbei kommt uns sowohl die Diskussion um die Uran-Munition zugute als auch das allmähliche Durchsickern der Wahrheit über den Krieg.
  • "Europäischer Friedenskonvent" - Am 23./24. März findet in Berlin ein "Europäischer Friedenskonvent" statt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um den Versuch, die Expertenkreise, die bei der Tribunalsbewegung mitgemacht haben (insbesondere aus den mittel- und osteuropäischen Ländern) zu reaktivieren und europaweite Diskussionszusammenhänge zu schaffen. Im Bundesausschuss Friedensratschlag wurde verschiedentlich Skepsis geäußert, ob dieser Politikansatz auch unten an der Basis der Friedensbewegung attraktiv ist.

Das nächste Treffen des Bundesausschusses Friedensratschlag ist am Sonntag, den 29. April, voraussichtlich wieder in Kassel. Näheres dazu wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Peter Strutynski




Kassel, den 2. Januar 2001

Einladung zur ersten Sitzung des Bundesausschusses Friedensratschlag im neuen Jahr
Der Bundesausschuss Friedensratschlag - der für alle interessierten Ratschlags-Freunde grundsätzlich offen ist - trifft sich zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr
am Samstag, den 27. Januar 2001
im Gewerkschaftshaus in Kassel (Spohrstr. 6)
.
Das Treffen beginnt um 12 Uhr und wird erfahrungsgmäß bis 16.45 Uhr beendet sein.
Auf der Tagesordnung stehen:
  1. Auswertung des 7. Friedenspolitischen Ratschlags
  2. Bericht und Diskussion über den Berliner IPPNW-Kongress
  3. Stand der Vorbereitungen des Friedens-Memorandums 2001
  4. Zur Situation im Nahen Osten: Aufgaben der Friedensbewegung hierzulande
  5. Kampagnen und Aktivitäten der Friedensbewegung 2001 (Umsetzung des "Aktionsrahmens")
  6. Verschiedenes (u.a. Ostermärsche, Friedenspolitische Korrespondenz, traditionelle Frühjahrstagung Friedensrat/Friedensratschlag in Thüringen)
Die Mitglieder des "Bundesausschusses" erhalten in den nächsten Tagen eine gesonderte Einladung. Anfragen zum Bundesausschuss und zu dessen Treffen bitte an strutype@hrz.uni-kassel.de




Kassel, 19. Dezember 2000

Ein Jahr Homepage
Vor einem Jahr haben auch wir den Anschluss an die modernen Medien gesucht und uns im Internet präsentiert. Vom Ergebnis unserer Bemühungen überzeugen sich täglich mehr und mehr Menschen - wir können sagen: aus der ganzen Welt, denn es erreichen uns hin und wieder Reaktionen aus verschiedenen Ländern.
Ob wir mit unserem Internet-Angebot auch den Bedürfnissen der Friedensbewegung hierzulande entsprechen können, ist noch eine offene Frage. Wir wissen inzwischen wenigstens, was wir können und was wir wollen:
  • Wir können relativ aktuell über friedenspolitische Ereignisse und Entwicklungen informieren
  • Wir wollen ein möglichst großes Spektrum an friedenspolitischen Themen abdecken
  • Wir können interessante Hintergrundinformationen über Konflikte und Kriege in aller Welt anbieten
  • Wir wollen möglichst authentisch über die deutsche und internationale Friedensbewegung berichten
  • Und wir wollen ein gewisses Meinungsspektrum - sowohl bei der Einschätzung friedenspolitischer Fragen als auch bei der Diskussion friedenspolitischer Strategien - abbilden, wobei der "Pluralismus" nach einer Seite eine klare Grenze hat: Kriegsbefürworter sollten nicht zu Wort kommen (denen stehen ja sonst so viele Medien offen).
Besonders stolz sind wir auf zwei Bereiche, die sich erst im Lauf des Jahres entwickelt haben:
  • Die Rubrik "Länder/Regionen", unter der wir mittlerweile über rund 40 Länder der Welt informieren. Dieser Teil wird sukzessive ausgebaut und könnte ein nützliches Hilfsmittel zur raschen Information über zwischen- und innerstaatliche Konflikte und Brennpunkte werden. Die "Israel"- bzw. "Palästina"-Seite z.B. hat sich in kurzer Zeit zu einer wahren Fundgrube höchst interessanter Hintergrundberichte und politischer Kommentare über einen der brisantesten Konflikte der Welt entwickelt.
  • Die Rubrik "Themen", unter der sich eine ganze Reihe friedenspolitisch relevanter Stichwörter befinden, von denen einige zu umfassenden Sammlungen einschlägiger Berichte und Analysen angewachsen sind. Als Beispiel seien nur genannt die Themen "Bundeswehr" oder "NATO-Krieg" oder "Europa" oder "Export" (Rüstung usw.).
  • Und unter der Rubrik "Friedenswissenschaft" finden sich mittlerweile nicht nur ausgewählte Expertisen zu außen- und sicherheitspolitischen Fragen, sondern auch Literaturtipps, die fortlaufend ergänzt und aktualisiert werden.
Doch ob das alles auch auf Zustimmung der Betrachter stößt, wissen wir erst, wenn wir noch mehr Rückmeldungen, Kritik und Anregungen erhalten. Erwünscht sind auch Beiträge von den Nutzern unserer Homepage oder zumindest Hinweise auf interessante Beiträge, die wir ins Netz stellen können. - Wir sind gespannt auf Eure/Ihre Meinung!
e-mail: strutype@hrz.uni-kassel.de




Kassel, 7. Dezember 2000

Uff - es ist geschafft! Wenigstens für's Erste!
Der "verflixte" 7. Friedenspolitische Ratschlag ist über die Bühne gebracht, ohne dass es zu den von abergläubischen Menschen befürchteten Pannen gekommen ist. Pannen hat es gleichwohl gegeben, sie fallen aber kaum ins Gewicht. Da stellte sich z.B. in einem Arbeitsgruppenraum heraus, dass der Overhead-Projektor defekt war, und bei der Aufzeichnung der Podiumsdiskussion am Samstagabend streikte das Tonbandgerät. Da vergaß eine Teilnehmerin im Trubel des Abschiednehmens am Sonntagmittag ihren Mantel, und eine andere Teilnehmerin ließ ihr soeben für viel Geld erstandenes Buch am Büchertisch liegen. Doch mit solchen vergleichsweise harmlosen Kümmernissen kann man leben (das Buch hat sich gefunden, der Mantel wurde per Post nach Köln geschickt, Die Podiumsdiskusion wurde noch von jemand anderem mitgeschnitten und es fand sich auch ein Ausweichraum mit funktionierendem Overhead-Projektor).

Dagegen überwogen die positiven Überraschungen. Eine möchte ich hier besonders hervorheben: Von den 25 im Programm ausgedruckten Referentinnen und Referenten des Ratschlags fehlte - keine(r)! Wer sich häufiger auf Kongressen oder wissenschaftlichen Tagungen herumtreibt, weiß, dass dies nicht selbstverständlich ist. Da fällt schon mal der eine oder andere Vortrag aus, weil der Referent kurzfristig absagen muss oder den Zug verpasst oder im Stau stecken bleibt. Nichts von alledem in Kassel. Zufall? Auch, denn krank werden kann auch der zuverlässigste Referent. Aber vielleicht nicht nur Zufall, sondern eine besonders sorgfältige Auswahl der Referentinnen und Referenten, die ihre Zusage auch deshalb so ernst nehmen, weil sie nicht nur ihr fachliches Wissen, sondern auch eine gehörige Portion friedenspolitisches Engagement mit nach Kassel bringen. Auch dafür von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Inzwischen füllen sich auch unsere Internetseiten mit Berichten, Zeitungsartikeln und Referaten vom Friedensratschlag. Schaut doch einmal hinein auf die Seite 7. Friedenspolitischer Ratschlag 2000.




Kassel, 19. November 2000

In der Vorweihnachtszeit häufen sich die Spendenaufrufe und Bettelbriefe aller möglichen (und unmöglichen), seriösen und unseriösen Organisationen. Dass die Friedensbewegung erstens zu den seriösen Adressen zählt und zweitens nicht gerade auf Rosen gebettet ist, dürfte weithin bekannt sein. Weniger bekannt ist vielleicht, dass der "Friedensratschlag" auch gern Spenden entgegennimmt. Eine Reihe von Aktionen in diesem Jahr (z.B. gegen den Panzerexport in die Türkei, zur Halbzeitbilanz der Bundesregierung) und die Organisation des bevorstehenden Friedenspolitischen Ratschlags (2. und 3. Dezember in Kassel) haben Geld gekostet. Nun wissen wir, dass es viele Freundinnen und Freunde der Friedensbewegung im Allgemeinen und des "Friedensratschlags" im Besonderen gibt, die diese Arbeit gern auch finanziell unterstützen möchten. Dazu gibt es gleich zwei Möglichkeiten bzw. zwei gemeinnützige Vereine, die mit dem "Ratschlag" aufs engste zusammenarbeiten.
  • Kasseler Forum für den Frieden e.V.
    Kt. Nr. 065508
    Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53.
  • Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V. (Frankfurt)
    Kt. Nr. 200 081390
    Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01
Dass die Spenden steuerlich absetzbar sind, versteht sich dabei von selbst.




Kassel, 12. November 2000

Drei Wochen sind es noch bis zum 7. Friedenspolitischen Ratschlag (hier geht es zum Programm) und es zeichnet sich wieder ein großes Interesse aus der Friedensbewegung ab. Die "alten Hasen" (keine Angst, darunter befinden sich jüngere) wissen ja bereits, wie der Hase in Kassel läuft. Den "neuen", die hoffentlich auch in größerer Zahl teilnehmen werden, sei gesagt:
Die Kasseler Ratschläge haben sich nach nun sieben Jahren zum wichtigsten Diskussionsforum der Friedensbewegung in der Bundesrepublik "gemausert". Beim letzten Ratschlag im Dezember 1999 nahmen rund 300 Friedensaktivistinnen und -aktivisten aus über 110 Städten und Regionen aus dem ganzen Land und aus 10 europäischen Staten, aus den USA und aus Japan teil. Der besondere Reiz der Ratschläge liegt darin, dass sie einerseits "wissenschaftliche Kongresse" darstellen, Tagungen also mit einer Vielzahl interessanter Vorträge und Arbeitsgruppen, aus denen die friedensbewegten Menschen Informationen und Argumente en masse für ihre tägliche Arbeit erhalten. Andererseits sind sie Treffpunkte von Friedensbasisbewegungen (lokale und regionale Friedensinitiativen und Bündnisse), die ein Mal im Jahr über ihre Probleme, ihre Perspektiven, ihre Arbeitsschwerpunkte und - vielleicht am wichtigsten - über gemeinsame Projekte sprechen und Verabredungen treffen. Ein solcher Austausch von Erfahrungen und Vorschlägen ist einfach nicht zu ersetzen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kasseler Friedensforum werden in gewohnter Manier die organisatorischen Weichen für einen reibungslosen Ablauf stellen, unterstützt von der "Friedens- und Zukunftswerkstatt" Frankfurt a.M. und den Kolleginnen und Kollegen von der Universität Kassel (einschließlich Studentenwerk und Cafeteria).
Je schneller die Anmeldungen zum Friedensratschlag bei uns eingehen, desto leichter fällt es uns, eure/Ihre Quartierwünsche zu befriedigen. Also: Nicht erst bis zum 30. November oder gar bis zum 1. Dezember warten. Wer noch ein Programm mit Rückantwortkarte braucht, sollte sich umgehend melden (e-mail an: strutype@hrz.uni-kassel.de).
Peter Strutynski




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