Willy-Brandt-Kreis zum Iran-Konflikt, 19.06.2006 (Friedensratschlag)
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Den Konflikt mit dem Iran friedlich lösen!

Erklärung des Willy-Brandt-Kreises

Der Willy-Brandt-Kreis sieht mit tiefer Beunruhigung, wie sich die Weltöffentlichkeit nach dem bekannten Muster des angeblichen Fehlschlagens von Verhandlungen an die Möglichkeit eines Krieges gegen den Iran gewöhnen soll. Wir sind über die fortwährenden Drohungen der Vereinigten Staaten, den Konflikt gegebenenfalls militärisch zu lösen, äußerst besorgt.

Der Konflikt um das iranische Atomprogramm kann nur durch beharrliche Verhandlungen beigelegt werden: Krieg ist keine Lösung!

Der Willy-Brandt-Kreis setzt sich für eine Lösung ein, welche die unzweideutige Bindung des Irans an die Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag mit klaren und glaubwürdigen Sicherheitsgarantien der USA und der anderen atomwaffenbesitzenden Staaten verknüpft. Langfristig sollten alle Beteiligten auf das Ziel eines atomwaffenfreien Nahen und Mittleren Osten hinwirken.

Wir appellieren an Parlament und Regierung der Bundesrepublik, sich dem drohenden Abgleiten in einen kriegerischen Konflikt energisch entgegenzustemmen und mit den USA, den Verbündeten, dem Iran und den Vereinten Nationen nicht nur einem diplomatischen Ausweg in diesem Fall den Weg zu ebnen, sondern sich langfristig für die weltweite Ächtung und Abrüstung von Atomwaffen einzusetzen.

Für den Willy-Brandt-Kreis:
Peter Brandt, Hans J. Gießmann, Gustav Horn, Hans Misselwitz, Irina Mohr, Heinke Peters, Michael Schaaf, Friedrich Schorlemmer, Wolfgang Schmidt, Walther Stützle, Sven Vollrath.

Berlin, 5. Mai 2006


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